PROFINET-Integration
Projektierung
Bei der Planung von PROFINET-Geräten wird ein Gerät als modulares System abgebildet, das über ein Kopfmodul und mehrere Datenmodule verfügt.
GSDML-Datei
Hinweis
Die GSDML-Dateien sind in zwei Sprachen erhältlich unter www.balluff.com.
Die für die Projektplanung erforderlichen Gerätedaten werden in GSDML-Dateien (Generic Station Description Markup Language) gespeichert. Die Datenmodule eines Netzwerkmoduls werden nach Subslots aufgeschlüsselt in der Projektplanungssoftware dargestellt.
Die GSDML-Datei stellt die möglichen Datenmodule bereit (Ein- oder Ausgabe verschiedener Datenbreiten). Zur Konfiguration der Netzwerkmodule werden die entsprechenden Datenmodule Subslots zugeordnet.
Hinweis
Veraltete GSDML-Versionen sind eventuell nicht kompatibel mit der aktuellsten FW-Version.
Modul einbinden
Das Gerät kann über die Suche in dem Katalog gefunden und per Drag-and-Drop in den PROFINET-Strang gezogen werden (siehe Modul einbinden).
Das Modul BNI PNT… mit den Submodulen PN-IO, Port 1-M12, Port 2-M12 werden für die PROFINET-Kommunikation genutzt.
In X1 PN-IO können Funktionen wie priorisierter Hochlauf oder die Domäne für die Ringtopologie ausgewählt werden.
Der Steckplatz 1 ist für IO-Link reserviert. In die acht Submodule darunter können die folgenden Submodule gesteckt werden:
IO-Link
Digital Input (DI)
Digital Output (DO)
Port deaktiviert
Standardmäßig ist nur das IO-Link-Kopfmodul gesteckt. Die Submodule sind frei.
Hardwarekonfiguration
Die weiteren Submodule können bei Bedarf aus dem Hardwarekatalog per Drag-and-drop in die Konfigurationstabelle gezogen werden und müssen passend zur Konfiguration des Kopfmoduls konfiguriert werden.
Module adressieren
Nach einem Doppelklick auf die Submodule kann die Adressierung im Fenster Adressen geändert werden.
Netzwerkmodul konfigurieren
Die Ports 1…8 sind für die IO-Link-Ports reserviert.
Entsprechend der Prozessdatenlänge des IO-Link-Geräts ein passendes Netzwerkmodul im Katalog auswählen und per Drag-and-drop auf den entsprechenden Steckplatz ziehen.
Die vom Device benötigte Prozessdatenlänge kann dem Handbuch des IO-Link-Geräts entnommen werden.
Port Qualifier (PQI)
Netzwerkmodule gibt es mit und ohne PQI. Der PQI ist 1 Byte lang und enthält verschiedene Informationen zum jeweiligen Portzustand. Diese Informationen sind bitweise am Ende der Eingangsdaten des Submoduls eines Ports zu finden.
Bit 7 |
Bit 6 |
Bit 5 |
Bit 4 |
Bit 3 |
Bit 2 |
Bit 1 |
Bit 0 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
Device Process Data validity |
Port/Device error indication |
Device communication |
Port operation ( |
Reserved ( |
Reserved ( |
Reserved ( |
Reserved ( |
PQ |
DevErr |
DevCom |
Port active |
- |
- |
- |
- |
IO-Link-Submodule ohne PQI sparen sich 1 Byte. Die Informationen, die der PQI enthält, können zurzeit nicht durch ein anderes Submodul ersetzt werden. Submodule, die diese Informationen enthalten (z.B. PD Valid, Pin2/4, etc.), werden in der Zukunft hinzugefügt.
Die Flags haben folgende Bedeutung:
- PQ
Wert
Beschreibung
0
Prozessdaten ungültig
1
Prozessdaten ungültig
- DevErr
Wert
Beschreibung
0
Keine Fehler
1
Diagnose aufgetreten.
- DevCom
Wert
Beschreibung
0
Kein Gerät verfügbar
1
Gerät verfügbar
- Port aktiv
Wert
Beschreibung
0
Port deaktiviert
1
Port aktiviert
Digital Input und Digital Output konfigurieren
Um die Pins der Ports auf Input oder Output zu konfigurieren, muss das entsprechende Submodul Digital Input, respektive Digital Output, auf den Port gezogen werden. Input/Output werden immer auf Pin 4 des Ports konfiguriert. Pin 2 muss manuell in den Baugruppenparametern der Port-Eigenschaften konfiguriert werden.
Die Eingänge und Ausgänge können entweder auf das Netzwerkmodul 1 (siehe Netzwerkmodul 1) gemappt werden, oder auf die Submodule Input-Pin 2/4 bzw. Output-Pin 2/4 im Slot 3.
Hinweis
XG1-Geräte haben keine Ausgänge auf Pin 2.
Um die zwei Byte im Netzwerkmodul zu sparen, gibt es ein zweites Netzwerkmodul ohne IO-Daten. Wird dieses verwendet wird, können die Inputs und Outputs auf die entsprechenden Submodule im Slot 3 gemappt werden.
Wenn das Netzwerkmodul mit IO-Daten gesteckt wurde, können die Submodule Input-Pin 2/4 und Output-Pin 2/4 zwar im Slot 3 gesteckt werden, das Output-Modul hat jedoch keinerlei Funktion. Nur die Konfiguration der Ports auf Slot 1 gilt dann. Die Inputs werden immer auch an Slot 3 angezeigt.
Hinweis
Die folgenden Module sind nur steckbar, wenn das Modul Erweiterte Module an Slot 2 gesteckt ist.
IO-Link-Diagnose deaktivieren
Hinweis
Vor der Verwendung dieser Funktion prüfen, ob das Modul IO‑Link unterstützt. Weitere Informationen zu IO‑Link‑fähigen Produktvarianten siehe: Unterstützte Produktvarianten
Wird diese Funktion konfiguriert, bleibt die IO-Link-Diagnose für alle Ports aktiviert und kann für die gewünschten Ports deaktiviert werden, indem das Bit für den jeweiligen Port gesetzt wird.
IO-Link Communication
Hinweis
Vor der Verwendung dieser Funktion prüfen, ob das Modul IO‑Link unterstützt. Weitere Informationen zu IO‑Link‑fähigen Produktvarianten siehe: Unterstützte Produktvarianten
Bitstatus für jeden IO-Link-Port, d.h. Rückmeldung, ob eine Kommunikation aufgebaut ist.
IO-Link PD Valid
Hinweis
Vor der Verwendung dieser Funktion prüfen, ob das Modul IO‑Link unterstützt. Weitere Informationen zu IO‑Link‑fähigen Produktvarianten siehe: Unterstützte Produktvarianten
Bitstatus für jeden IO-Link Port, d.h. Rückmeldung, ob die Prozessdaten am entsprechenden Port auf Valid gesetzt sind.
Hinweis
Bit 0 … 7 entspricht den Portbezeichnungen Port 1 … 8.
Diagnosemeldungen deaktivieren
Das Modul Diagnose deaktiviert erlaubt das Unterdrücken verschiedene Diagnosemeldungen, die vom Modul geschickt werden.
Um die Diagnosemeldungen zu deaktivieren:
Modul Diagnose deaktiviert in die erweiterten Module stecken (siehe Konfigurationen des Moduls Diagnose deaktiviert).
Die folgende Tabelle zeigt die einzelnen Bitfelder und deren mögliche Werte.
Durch Toggeln des Bits können anstehende Diagnosen zur Laufzeit gelöscht werden.
Gerät konfigurieren
Nach einem Doppelklick auf das Modul im PROFINET-Strang werden die Kommunikationsparameter des Moduls angezeigt.
IP-Adresse vergeben
Unter IP-Protokoll wird die Konfiguration der IP-Adresse vorgenommen.
Geräteverbindung aufbauen
In der Geräteübersicht einen Rechtsklick auf das Modul ausführen und Gerätename zuweisen wählen.
Die Identifizierung findet über die MAC-Adresse oder über die Funktion LED-blinken statt. Durch diese Funktion blinkt am Modul die SF-LED dreimal mit einer Frequenz von 1 Hz.
Gerätename vergeben
Den gewünschten Gerätenamen vergeben und mit Hilfe von Name zuweisen dem markierten, gefunden Gerät zuweisen.
Hinweis
Der Gerätename muss derselbe Name sein, wie zuvor konfiguriert wurde (siehe Kapitel Gerät konfigurieren ).
Konfiguration abschließen
Konfiguration in der Baugruppenparametrierung downloaden. ⇒ Der Busfehler sollte am Modul zurückgesetzt werden.
Meldet das Modul weiterhin einen Busfehler, kann das daran liegen, dass die Gerätebeziehung nicht aufgebaut ist. Folgende Abhilfen sind möglich:
Über Zielsystem > Ethernet > Ethernet-Teilnehmer > Durchsuchen das Netzwerk scannen und prüfen, ob sich das Gerät unter dem korrekten Gerätenamen und unter der korrekten IP-Adresse meldet.
Ggf. die IP-Adresse oder den Gerätenamen anpassen.
Den Gerätenamen erneut dem Gerät zuweisen und die Konfiguration downloaden.
IO-Link-Konfiguration
Hinweis
Vor der Verwendung dieser Funktion prüfen, ob das Modul IO‑Link unterstützt. Weitere Informationen zu IO‑Link‑fähigen Produktvarianten siehe: Unterstützte Produktvarianten
Einstellungen der Portkonfiguration
In den Eigenschaften des Netzwerkmoduls können die IO-Link-Parameter des jeweiligen Ports geändert werden.
Hinweis
IO-Link-Konfiguration:
Stellt das angeschlossene IO-Link-Gerät Ausgänge zur Verfügung, muss Pin 2 am entsprechenden Port als Ausgang konfiguriert werden (siehe Port Qualifier (PQI)). Gilt nicht für XG1-Geräte.
Folgende Einstellungen können vorgenommen werden:
- Portdiagnose aktivieren
Aktiviert oder deaktiviert die Diagnosemeldungen des Ports (statisches Muting).
- Prozessalarme konfigurieren
Mappt Single-Shot-Events (Notifications) auf Prozessalarme.
- Input fraction aktivieren
Prüft die PD-Größe des Geräts gegen die PD-Größe des gesteckten Moduls.
Hinweis
Beeinflusst nur PD-Inputs. PD-Output-Größe wird immer geprüft.
- Pull/Plug aktivieren
Blockiert den Aufruf des Bausteins OB82 (Diagnosealarm)oder gibt ihn frei.
- Portmodus
Definiert den Modus des Ports.
Folgende Einstellungen sind möglich:
Deactivated: Schaltet den Port aus.
Auto-Config: Aktiviert IO-Link und den Datenaustausch zwischen Master und Gerät.
Set Port Config: Ermöglicht es, einige Einstellungen manuell zu ändern, z. B. Cycle Time.
Hinweis
Set Port Config muss aktiviert sein, um Validierung und Back-up (Datenhaltung) zu ermöglichen.
- Validierung und Back-up
Die Validierung und das Back-up dienen der Identifikation bestimmter oder einzelner Gerätetypen, mit denen ein Datenaustausch stattfinden soll.
Folgende Einstellungen sind möglich:
Kein Device Check: Die Validierung ist deaktiviert und jedes Gerät wird akzeptiert.
Kompatibilität Device V1.0: Nur Devices nach IOL-Spezifikation 1.0 werden akzeptiert. Kein Data Storage, nur Validierung aktiv.
Kompatibilität Device V1.1: Nur Devices nach IOL-Spezifikation 1.1 werden akzeptiert. Kein Data Storage, nur Validierung aktiv.
Kompatibilität Device V1.1 Back-up und Wiederherstellen: Nur Devices nach IOL-Spezifikation 1.1 werden akzeptiert. Data Storage mit Upload und Download, mit Validierung.
Kompatibilität Device V1.1 Wiederherstellen: Nur Devices nach IOL-Spezifikation 1.1 werden akzeptiert. Data Storage nur mit Download (Master zu Device), mit Validierung.
- Port Class / Pin2 Verhalten
Definiert das Verhalten von Pins.
Folgende Einstellungen sind möglich:
Class A / NC= Pin 2: Deaktiviert
Class A / DI= Pin 2: Digitaler Eingang
Class A / DO= Pin 2: Digitaler Ausgang
Class A / Power = Aktorversorgung / dauerhafte Spannung an Pin 2
Class B / NC= Pin 2: Deaktiviert
Class B / DI= Pin 2: Digitaler Eingang
Class B / DO= Pin 2: Digitaler Ausgang
Class B / Power= Aktorversorgung/dauerhafte Spannung an Pin 2
Hinweis
Das Pin 4-Verhalten wird durch das gesteckte Submodul vorgegeben.
Hinweis
Class B nur bei Geräten mit Class-B-Eigenschaft verfügbar.
- Cycle Time
Ermöglicht es, die IO-Link-Kommunikationsgeschwindigkeit zu beeinflussen.
Über das Scroll-down-Menü kann die Zykluszeit verstellt werden.
- Port-Class
Das gesteckte Submodul für Pin 4 / Pin 2 Verhalten ist immer die Konfiguration für Pin 4. Zusätzlich kann für Pin 2 zwischen NC (Not connected), DI, DO oder Power gewählt werden.
- Einstellungen zum Pin 4 / Pin 2 Verhalten
Folgende Einstellungen sind möglich:
Class A / NC: Definiert Pin 4 als digitalen Eingang / deaktiviert Pin 2.
Class A / DI: Definiert Pin 4 und Pin 2 als digitalen Eingang.
Class A / DO: Definiert Pin 4 als digitalen Eingang und Pin 2 als digitalen Ausgang.
Class A / Power: An Pin 2 liegt dauerhaft Spannung an.
Hinweis
Konfiguration am Beispiel Pin 4 Digital Input.
Funktionsbaustein
Um ISDU-Daten angeschlossener IO-Link-Geräte im laufenden Betrieb schreiben oder auslesen zu können, bieten die gängigen Programmieroberflächen der Steuerungshersteller entsprechende Funktionsbausteine oder Bibliotheken an.
- REQ
Mit Request startet man die Aktion, um Daten zu schreiben oder zu lesen.
- ID
Die ID ist permanent über die Hardwarekonfiguration vom Master deklariert. Man findet diese unter Systemkonstanten in der Hardwareidentifikation.
Die Hardware‑ID des Moduls IO‑Link_I_O_Ports_1~BALLUFF_8_Port_IO-Link_Master_…. auswählen.
- CAP Value
Der CAP-Wert vom Hersteller vergeben. Bei Balluff Produkten ist es der Wert 0xB400.
- lesen/schreiben
Hier wird der Befehl definiert. Um Daten zu lesen, muss hier eine 0, um Daten zu schreiben, eine 1 stehen.
- Port
Hier selektiert man den Port, auf dem das Device gesteckt wurde. Der Master zählt als 0, die Ports werden von 1…8 gezählt.
- Index
Hier wird der Index vom IO-Link-Teilnehmer bestimmt, bei dem gelesen oder geschrieben wird. Dieser kann der Bedienungsanleitung des IO-Link-Geräts entnommen werden.
- Subindex
Der Subindex wird durch die zu verarbeitenden Daten definiert. Dieser ist auch in der Betriebsanleitung des angeschlossenen IO-Link-Gerätes zu finden.
- LEN
Hier wird die Länge der Daten bestimmt. Diese ist auch unter den Parameterdaten in der Bedienungsanleitung des IO-Link-Geräts zu finden.
- RECORD_IOL_DATA
Ein Datenbaustein wird für die Kommunikation verwendet. Die Struktur muss in Array of Bytes aufgebaut werden. In dieses Array werden die Daten geschrieben, die zu ändern sind.
- DONE_VALID
Bestätigt den erfolgreichen Auftrag, Daten zu lesen oder zu schreiben.
- BUSY
Zeigt den Arbeitszustand des Bausteins an.
- ERROR
Tritt in der Funktion ein Fehler, wird dies hier gemeldet.
- STATUS
Fehlerstatus der Funktion.
- IOL_STATUS
Beschreibt den aktuellen Zustand oder einen Fehler.
- RD_LEN
Zeigt an, wie viele Bytes vom Baustein gelesen wurden.
Der Funktionsbaustein IOL_Call baut ein Telegramm zusammen, das über azyklische Dienste an den Master übertragen wird. Folgende Einstellungen sind hierfür notwendig:
Diagnosis address |
CAP access |
|---|---|
The diagnosis address of module IO-Link_I_O_Ports_1~BALLUFF… is used. |
0xB400 |
Der Telegrammaufbau ist in der folgenden Tabelle beschrieben.
Bereich |
Größe in Byte |
Wert |
Definition |
|---|---|---|---|
Call – Header |
1 |
0x08 |
0x08 für Call, fix |
1 |
0 |
IOL-Master |
|
1…63 |
Port-Nummer |
||
64…255 |
Reserviert |
||
2 |
65098 |
FI_Index, IO-Link Header is following |
|
IO-Link-Header |
1 |
0…255 |
Aufgabe |
2 = Schreiben |
|||
3 = Lesen |
|||
2 |
0…32767 |
IO-Link-Index |
|
65535 |
Port-Funktion |
||
1 |
0…255 |
IO-Link-Subindex |
|
Datenbereich |
232 |
Bereich der zu schreibenden oder zu lesenden Daten |
Lesen
Um Daten auslesen zu können, muss dem Master eine Leseaufgabe für den entsprechenden Slot/Index/Subindex übermittelt werden.
Dafür muss das Telegramm entsprechend angepasst (Slot, Index) sowie bei Aufgabe 0x03 für Lesen eingetragen werden. Daraufhin kann das Telegramm per Schreibbefehl an das entsprechende Modul geschickt werden.
Das Modul liest die Daten aus dem IO-Link-Gerät aus.
Die Daten können über ein Lesen mit demselben Telegramm abgeholt werden.
Schreiben
Um Daten schreiben zu können, muss dem Netzwerkmodul eine Schreibaufgabe für den entsprechenden Slot/Index/Subindex übermittelt werden.
Dafür muss das Telegramm entsprechend angepasst (Slot, Index) sowie bei Aufgabe 0x02 für Schreiben eingetragen werden. Daraufhin kann das Telegramm per Schreibbefehl an das entsprechende Modul geschickt werden.
Ringtopologie
Das Netzwerkmodul unterstützt auch die Ringtopologie mit Medien-Redundanz, die mittels Media-Redundancy-Protokoll (MRP) ermöglicht wird. Dazu müssen sich das Modul und der MRP-Master (Managed Switch, CPU…) in derselben Topologie-Instanz befinden.
Mit der Ringtopologie ist es möglich, ein redundantes System aufzubauen. D.h. im Normalbetrieb wird eine Seite der Ringleitung vom MRP-Master deaktiviert.
Wird die Leitung an einer Stelle im Ring beschädigt oder gekappt, wird der deaktivierte Zweig wieder aktiviert und es entstehen zwei Lineartopologien.
Ringtopologie aktivieren
Medienredundanzrolle auf Client einstellen (Standardeinstellung ist Nicht Teilnehmer).
Um einen unterbrechungsfreien Betrieb zu gewährleisten, sollte die Ansprechüberwachungszeit größer als 200 Millisekunden sein, da der MRP-Master etwas Zeit zum Aktivieren des zweiten Strangs benötigt. Ist die Ansprechüberwachungszeit kleiner als die Umschaltzeit des MRP-Masters, führt das zu einem Kommunikationsabbruch.
Die Ansprechüberwachungszeit berechnet sich aus der Aktualisierungszeit und dem Faktor Akzeptierte Aktualisierungszeit ohne IO Daten.
Gerätetausch ohne Wechselmedium
Die Module unterstützen auch den einfachen Gerätetausch im laufenden Betrieb über das LLDP (Link Layer Discovery Protocol).
Gerätetausch ohne Wechselmedium aktivieren
In der Hardwarekonfiguration der CPU das Kontrollkästchen Gerätetausch ohne Wechselmedium ermöglichen aktivieren.
Die PROFINET-Topologie in der Hardwarekonfiguration anlegen.
Hinweis
Die Verbindungen der einzelnen Ports müssen mit der Verdrahtung der Hardware übereinstimmen. Stimmt die Topologie in der Hardwarekonfiguration nicht, kann es zu Fehlern kommen.
ISDU-Parametrierung via GSDML
Mit der ISDU-Parametrierung via GSDML können die angeschlossenen IO-Link-Devices beim Verbindungsaufbau mit PROFINET über die Parameter der entsprechenden Submodule konfiguriert werden.
Die Parameter werden übertragen, wenn das BNI die Verbindung mit der Steuerung aufbaut, und anschließend direkt als ISDU-Schreibzugriffe an die entsprechenden IO-Link-Devices weitergeleitet. Beim Ziehen und Stecken eines IO-Link-Devices findet ein erneutes Schreiben der vorab konfigurierten und von der Steuerung übertragenden ISDU-Parameter statt.
ISDU-Parametrierung vornehmen
In Slot 1 des gewünschten Ports ein IOL-Submodul stecken.
In Slot 3 das Modul ISDU Parameter Konfiguration stecken.
Entsprechendes Submodul wählen, um zu definieren, wie viele ISDU-Parameter maximal an dem entsprechenden Port geschrieben werden.
Die Zuordnung Position Submodul = Portnummer gilt, z.B. Slot 3/Subslot 3 = Port 2 (siehe Zuordnung Position Submodul = Portnummer).
Die ISDU-Parameter in die entsprechenden Felder eintragen.
Hinweis
Unabhängig vom verwendeten Submodul werden ausschließlich diejenigen Parameter auf das IO-Link-Gerät geschrieben, die eingetragen sind (Bedingung: Länge > 0). Beim Verbindungsaufbau werden alle Parameter an das BNI übertragen.
Beispiel
ISDU 64 Parameter ist gesteckt und 5 ISDU-Parameter sind beschrieben.
Alle 64 Parameter werden beim Verbindungsaufbau übertragen.
Nur die 5 beschriebenen ISDU-Parameter werden an das Gerät übertragen.
ISDU-Parametrierung einstellen
Folgende Einstellungen existieren für die ISDU-Parametrierung:
Reset auf Werkseinstellungen: Setzt die ISDU-Parameter auf die Werkseinstellungen zurück. Die ISDU-Parameter können danach neu gesetzt werden.
Start Blockparametrierung: Startet die Prüfung mehrerer Parameter eines Geräts. Die Parameter werden erst mit dem Ende der kompletten Parametrierung auf Plausibilität überprüft.
Ende Blockparametrierung: Beendet die Prüfung der Parameter eines Geräts. Das Setzen des Parameters ist zwingend erforderlich, wenn Start Blockparametrierung gewählt wurde.
ISDU-Parametrierung via GSDML und Device Katalog
Mit der ISDU-Parametrierung via GSDML und Device Katalog können die angeschlossenen IO-Link-Devices beim Verbindungsaufbau mit PROFINET mit den aus der IOOD des Devices entnommenen Parametern konfiguriert werden.
ISDU-Parametrierung vornehmen
Aus dem Katalog der GSDML die gewünschten Devices in die entsprechenden Subslots der IO-Link-Ports (Slot 1) stecken.
⇒ In den Baugruppenparametern des entsprechenden Ports erscheinen die Parameter des Devices und können gewählt werden.
Die Parameter werden als ISDU-Schreibzugriffe an die entsprechenden Devices weitergeleitet und in folgenden Fällen auf das Device geschrieben:
bei jedem erneuten Stecken des IO-Link-Devices
bei einer neuen Verbindung mit der SPS
Safety Hub integrieren
Hinweis
Vor der Verwendung dieser Funktion prüfen, ob das Modul IO‑Link unterstützt. Weitere Informationen zu IO‑Link‑fähigen Produktvarianten siehe: Unterstützte Produktvarianten
Sicheres I/O-Modul mit dem Netzwerkmodul verbinden
Bei der Projektierung von PROFINET-Geräten wird ein Gerät als modulares System abgebildet, das über ein Kopfmodul und mehrere Datenmodule verfügt. Die hier verwendeten Abbildungen sind beispielhaft aus der Projektierungssoftware Totally Integrated Automation Portal (TIA Portal) und aus dem SIMTATIC-Manager der Siemens AG entnommen und dienen der Veranschaulichung.
Die notwendigen Einstellungen sind applikationsabhängig und liegen in der Verantwortung des Anwenders. Die Anbindung des BNI IOF-329-P02-Z038 muss immer über ein kompatibles Balluff Netzwerkmodul erfolgen.
Modul auf Steckplatz platzieren
Die GSDML-Datei stellt die für das jeweilige Netzwerkmodul verfügbaren Datenmodule bereit.
Modul IO-Link I/O Ports (ohne IO Daten) mit Safety Hub und ISDU wählen und per Drag- and-Drop auf Steckplatz 1 platzieren.
Modul IO-Link I/O-Ports (ohne IO-Daten) mit Safety Hub und ISDU auswählen
Hinweis
Die Liste der Baugruppeneinträge wird automatisch verdoppelt, da das sichere IO‑Link‑IO‑Modul jeweils aus einem Submodul für die sichere Kommunikation und einem Submodul für die Standard‑Kommunikation besteht.
Sicheres I/O-Modul einem Steckplatz zuordnen
Vor der Zuweisung zum gewünschten Steckplatz müssen die beiden Standardeinträge Port deaktiviert und Empty Submodul am Netzwerkmodul gelöscht werden. Anschließend kann das Sicherheitsmodul BNI IOF‑329‑P02‑Z038 im Reiter Gerätesicht > Geräteübersicht per Drag‑and‑Drop als neues IO‑Link‑Datenmodul einem beliebigen IO‑Link‑Port des kompatiblen Balluff‑Netzwerkmoduls zugewiesen werden.
Einträge_Port deaktiviert_ und Empty Submodul am Netzwerkmodul löschen
Die Gerätedaten für das sichere I/O-Modul befinden sich im Safety Hub Submodul der Projektierungssoftware.
Steckplatz konfigurieren
Default-Einstellung für die Einträge Port deaktiviert und Empty Submodul löschen.
Per Drag-and-Drop das sichere I/O-Modul für die sicheren Daten aus dem Submodul Safety Hub am oberen freien Steckplatz platzieren. Das Submodul für die Standard-IO-Daten auf den darunter liegenden Steckplatz platzieren.
Hinweis
Weitere Konfigurationen siehe Safety Hub-Anleitung.
Hinweis
Nach dem Integrieren und Konfigurieren des Moduls muss der Master zwingend neu gestartet werden!
Diagnose
Diagnosemeldung
Die Diagnosemeldung, die das Modul bei einem Fehler generiert, wird i. d. R. von der SPS ausgelesen und verarbeitet. Genauso ist es möglich, die Diagnose mittels Funktionsbausteine aus dem Modul auszulesen und auszuwerten.
Die Diagnosemeldung ist 40 Byte lang und in 3 Blöcke (Block Header, Alarm Header, Alarm Item) unterteilt (siehe Tabelle unten).
Byte |
Wert |
Bedeutung |
Block |
|---|---|---|---|
0 |
0x00 |
Block Type |
Block Header |
1 |
0x02 |
||
2 |
0x00 |
BlockLength |
|
3 |
0x24 |
||
4 |
0x01 |
BlockVersion |
|
5 |
0x00 |
||
6 |
0x00 |
AlarmType |
Alarm Header |
7 |
XX |
||
8 |
0x00 |
API (Application Process Identifier) |
|
9 |
0x00 |
||
10 |
0x4E |
||
11 |
0x01 |
||
12 |
0x00 |
SlotNumber |
|
13 |
0x01 |
||
14 |
0x00 |
SubslotNumber |
|
15 |
XX |
||
16 |
0x00 |
ModuleIdentNumber (Modul-Identification) |
|
17 |
0x00 |
||
18 |
XX |
||
19 |
XX |
||
20 |
XX |
SubmoduleIdentNumber (Submodul-Identification) |
|
21 |
XX |
||
22 |
XX |
||
23 |
XX |
||
24 |
XX |
Alarm Specifier |
|
25 |
XX |
||
26 |
0x80 |
User Structure Identifier |
Alarm Item |
27 |
0x02 |
||
28 |
0x80 |
ChannelNumber |
|
29 |
0x00 |
||
30 |
XX |
ChannelProperties |
|
31 |
0x00 |
||
32 |
0x95 |
ChannelErrorType |
|
33 |
XX |
||
34 |
XX |
ExtChannelErrorType |
|
35 |
XX |
||
36 |
0x00 |
Reserviert |
|
37 |
0x00 |
||
38 |
0x00 |
||
39 |
0x00 |
Block Header
Der erste Teil der Diagnose ist der sogenannte Block Header, der 6 Byte lang ist.
BlockType
Die ersten 2 Byte des Block Headers werden durch den Blocktyp beschrieben, um den Datentyp zu definieren.
Other values |
Meaning |
|---|---|
0x0002 |
Alarm Notification Low |
BlockLength
2 Byte Daten; Information über die Länge der folgenden Diagnosemeldung (für die komplette Diagnosemeldung müssen die 2 Byte des Blocktyp und die 2 Byte der Blocklänge addiert werden).
BlockVersion
Low Byte fest auf 0x00, High Byte fest auf 0x01.
Alarm Header
Der zweite Teil der Diagnose ist der so genannte Alarm Header, der 20 Byte lang ist.
AlarmType
2 Byte Daten; Information, um welchen Alarmtyp es sich handelt.
Other values |
Meaning |
|---|---|
0x0001 |
Diagnosis |
0x0003 |
Pull |
0x0004 |
Plug |
0x000C |
Diagnosis disappears |
API
4 Byte Daten; Application Process Identifier.
Other values |
Meaning |
|---|---|
0x00004E01 |
Administrative number |
SlotNumber
2 Byte Daten; definiert, welcher Slot (Steckplatz) des Moduls einen Fehler meldet.
Other values |
Meaning |
|---|---|
0x0001 |
Slot 1, IO-Link Blocks |
SubslotNumber
2 Byte Daten; definiert, welcher Subslot des Steckplatzes einen Fehler meldet.
Netzwerkmodul |
Mögliche Werte |
Bedeutung |
|---|---|---|
IO-Link-I/O-Ports oder IO-Link-I/O-Ports |
0x0002 |
Port 1 (Digital Port oder IO-Link-Port) |
0x0003 |
Port 2 (Digital Port oder IO-Link-Port) |
|
0x0004 |
Port 3 (Digital Port oder IO-Link-Port) |
|
0x0005 |
Port 4 (Digital Port oder IO-Link-Port) |
|
0x0006 |
Port 5 (Digital Port oder IO-Link-Port) |
|
0x0007 |
Port 6 (Digital Port oder IO-Link-Port) |
|
0x0008 |
Port 7 (Digital Port oder IO-Link-Port) |
|
0x0009 |
Port 8 (Digital Port oder IO-Link-Port) |
|
IO-Link-I/O-Ports |
0x0002 |
Port 1 (Digital Port, IO-Link-Port oder Safety IO-Link-Port) |
0x0004 |
Port 2 (Digital Port, IO-Link-Port oder Safety IO-Link-Port) |
|
0x0006 |
Port 3 (Digital Port, IO-Link-Port oder Safety IO-Link-Port) |
|
0x0008 |
Port 4 (Digital Port, IO-Link-Port oder Safety IO-Link-Port) |
|
0x000A |
Port 5 (Digital Port, IO-Link-Port oder Safety IO-Link-Port) |
|
0x000C |
Port 6 (Digital Port, IO-Link-Port oder Safety IO-Link-Port) |
|
0x000E |
Port 7 (Digital Port, IO-Link-Port oder Safety IO-Link-Port) |
|
0x0010 |
Port 8 (Digital Port, IO-Link-Port oder Safety IO-Link-Port) |
ModuleIdentNumber
4 Byte Daten; definiert, welches Modul in dem jeweiligen Steckplatz gesteckt ist (Modul-Identifikation ist in der GSDML hinterlegt).
SubmoduleIdentNumber
4 Byte Daten; definiert, welches Submodul in dem jeweiligen Modul verwendet wird (die Submodul-Identifikation ist in der GSDML hinterlegt).
Gruppe |
Mögliche Werte |
Bedeutung |
|---|---|---|
IO-Link Digital IO |
0x00008100 |
Digital Output |
0x00000081 |
Digital Input |
|
0x00004001 |
Digital Output w/o IO |
|
0x00004002 |
Digital Input w/o IO |
|
IO-Link Generic Devices |
0x00000002 |
IOL_I_01_Byte + PQI |
0x00000003 |
IOL_I_02_Byte + PQI |
|
0x00000005 |
IOL_I_04_Byte + PQI |
|
0x00000007 |
IOL_I_06_Byte + PQI |
|
0x00000009 |
IOL_I_08_Byte + PQI |
|
0x0000000B |
IOL_I_10_Byte + PQI |
|
0x00000011 |
IOL_I_16_Byte + PQI |
|
0x00000019 |
IOL_I_24_Byte + PQI |
|
0x00000021 |
IOL_I_32_Byte + PQI |
|
0x00000101 |
IOL_O_01_Byte + PQI |
|
0x00000201 |
IOL_O_02_Byte + PQI |
|
0x00000401 |
IOL_O_04_Byte + PQI |
|
0x00000601 |
IOL_O_06_Byte + PQI |
|
0x00000801 |
IOL_O_08_Byte + PQI |
|
0x00000A01 |
IOL_O_10_Byte + PQI |
|
0x00001001 |
IOL_O_16_Byte + PQI |
|
0x00001801 |
IOL_O_24_Byte + PQI |
|
0x00002001 |
IOL_O_32_Byte + PQI |
|
0x00000102 |
IOL_I/O_01/01_Byte + PQI |
|
0x00000203 |
IOL_I/O_02/02_Byte + PQI |
|
0x00000403 |
IOL_I/O_02/04_Byte + PQI |
|
0x00000205 |
IOL_I/O_04/02_Byte + PQI |
|
0x00000405 |
IOL_I/O_04/04_Byte + PQI |
|
0x00000803 |
IOL_I/O_02/08_Byte + PQI |
|
0x00000805 |
IOL_I/O_04/08_Byte + PQI |
|
0x00000209 |
IOL_I/O_08/02_Byte + PQI |
|
0x00000409 |
IOL_I/O_08/04_Byte + PQI |
|
0x00000809 |
IOL_I/O_08/08_Byte + PQI |
|
0x00000A0B |
IOL_I/O_10/10_Byte + PQI |
|
0x00002005 |
IOL_I/O_04/32_Byte + PQI |
|
0x00000421 |
IOL_I/O_32/04_Byte + PQI |
|
0x00002021 |
IOL_I/O_32/32_Byte + PQI |
|
0x00001011 |
IOL_I/O_16/16_Byte + PQI |
|
0x00001819 |
IOL_I/O_24/24_Byte + PQI |
|
0x40000001 |
IOL_I_01_Byte |
|
0x40000002 |
IOL_I_02_Byte |
|
0x40000004 |
IOL_I_04_Byte |
|
0x40000006 |
IOL_I_06_Byte |
|
0x40000008 |
IOL_I_08_Byte |
|
0x4000000A |
IOL_I_10_Byte |
|
0x40000010 |
IOL_I_16_Byte |
|
0x40000018 |
IOL_I_24_Byte |
|
0x40000020 |
IOL_I_32_Byte |
|
0x40000100 |
IOL_O_01_Byte |
|
0x40000200 |
IOL_O_02_Byte |
|
0x40000400 |
IOL_O_04_Byte |
|
0x40000600 |
IOL_O_06_Byte |
|
0x40000800 |
IOL_O_08_Byte |
|
0x40000A00 |
IOL_O_10_Byte |
|
0x40001000 |
IOL_O_16_Byte |
|
0x40001800 |
IOL_O_24_Byte |
|
0x40002000 |
IOL_O_32_Byte |
|
0x40000101 |
IOL_I/O_01/01_Byte |
|
0x40000202 |
IOL_I/O_02/02_Byte |
|
0x40000402 |
IOL_I/O_02/04_Byte |
|
0x40000204 |
IOL_I/O_04/02_Byte |
|
0x40000404 |
IOL_I/O_04/04_Byte |
|
0x40000802 |
IOL_I/O_02/08_Byte |
|
0x40000804 |
IOL_I/O_04/08_Byte |
|
0x40000208 |
IOL_I/O_08/02_Byte |
|
0x40000408 |
IOL_I/O_08/04_Byte |
|
0x40000808 |
IOL_I/O_08/08_Byte |
|
0x40000A0A |
IOL_I/O_10/10_Byte |
|
0x40002004 |
IOL_I/O_04/32_Byte |
|
0x40000420 |
IOL_I/O_32/04_Byte |
|
0x40002020 |
IOL_I/O_32/32_Byte |
|
0x40001010 |
IOL_I/O_16/16_Byte |
|
0x40001818 |
IOL_I/O_24/24_Byte |
|
Safety Hub |
0x00000001 |
BNI IOF-329-P02-Z038 Safety I/O |
0x00020002 |
BNI IOF-329-P02-Z038 Standard I/O |
|
IO-Link Devices |
0xFFFF0001 |
BNI IOL-101-000-XXXX |
0xFFFF0002 |
BNI IOL-102-00X-XXXX |
|
0xFFFF0003 |
BNI IOL-102-S01-XXXX |
|
0xFFFF0FFF |
BNI IOL-104-00X-XXXX |
|
0xFFFF0005 |
BNI IOL-104-002-X046 |
|
0xFFFF0006 |
BNI IOL-104-002-X046 erweitert |
|
0xFFFF0007 |
BNI IOL-104-S02-XXXX erweitert mit BNI IOL-104-S02-XXXX |
|
0xFFFF0008 |
BNI IOL-104-S02-ZXXX erweitert mit BNI IOL-751-VXX-K007 |
|
0xFFFF0009 |
BNI IOL-104-S02-RXXX erweitert mit BNI IOL-751-VXX-K007 |
|
0xFFFF000A |
BNI IOL-104-S0X-XXXX |
Gruppe |
Mögliche Werte |
Bedeutung |
|---|---|---|
0xFFFF000B |
BNI IOL-252-000-XXXX |
|
0xFFFF000C |
BNI IOL-252-S01-XXXX |
|
0xFFFF000D |
BNI IOL-256-000-XXXX |
|
0xFFFF000E |
BNI IOL-256-S01-XXXX |
|
0xFFFF000F |
BNI IOL-302-00X-XXXX |
|
0xFFFF0010 |
BNI IOL-302-002-X046 |
|
0xFFFF0011 |
BNI IOL-302-002-XXXX erweitert |
|
0xFFFF0012 |
BNI IOL-302-002-X046 erweitert mit BNI IOL-104-002-X046 |
|
0xFFFF0013 |
BNI IOL-302-S01-XXXX |
|
0xFFFF0014 |
BNI IOL-302-S01-XXXX nur Input und Output |
|
0xFFFF0015 |
BNI IOL-302-S01-XXXX nur Output |
|
0xFFFF0016 |
BNI IOL-302-S01-XXXX-C01 |
|
0xFFFF0017 |
BNI IOL-302-S02-XXXX |
|
0xFFFF0018 |
BNI IOL-302-S02-X026 |
|
0xFFFF0019 |
BNI IOL-309-00X-XXXX |
|
0xFFFF001A |
BNI IOL-310-000-XXXX |
|
0xFFFF001B |
BNI IOL-355-S02-XXXX |
|
0xFFFF001C |
BNI IOL-719-002-XXXX |
|
0xFFFF001D |
BNI IOL-771-000-XXXX |
|
0xFFFF001E |
BNI IOL-772-000-XXXX |
|
0xFFFF001F |
BNI IOL-800-000-Z036 |
|
0xFFFF0020 |
BNI IOL-800-000-Z037 |
|
0xFFFF0021 |
BNI IOL-801-000-Z036 |
|
0xFFFF0022 |
BNI IOL-801-000-Z037 |
|
0xFFFF0023 |
BNI IOL-802-000-Z036 |
|
0xFFFF0024 |
BNI IOL-802-000-Z037 |
|
0xFFFF0025 |
BIS M-4XX-045 |
|
0xFFFF0026 |
BIS M-4XX-072 |
|
0xFFFF0027 |
BIS L-4XX-045 |
|
0xFFFF0028 |
BNI IOL-709-000-XXXX (10 Byte Input) |
|
0xFFFF0029 |
BNI IOL-710-000-XXXX (10 Byte Input) |
|
0xFFFF002A |
BNI IOL-727-S51-XXXX (16 Byte Input und 1 Byte Output) |
|
0xFFFF002B |
BNI IOL-728-S51-XXXX (23 Byte Input und 0 Byte Output) |
Alarm Specifier
2 Byte Daten; Alarm Specifier unterteilt sich wie folgt.
Sequence Number (Bit 0…10)
Mit jeder neuen Diagnosemeldung wird dieser Zähler inkrementiert.
Channel Diagnosis (Bit 11)
Other values |
Meaning |
|---|---|
0x00 |
No channel-based diagnosis available |
0x01 |
Channel-based diagnosis available |
Manufacturer Specific Diagnosis (Bit 12)
Mögliche Werte |
Bedeutung |
|---|---|
0x00 |
Keine anliegende herstellerbezogene Diagnose |
0x01 |
Anliegende herstellerbezogene Diagnose |
Submodule Diagnosis State (Bit 13)
Mögliche Werte |
Bedeutung |
|---|---|
0x00 |
Keine weitere Diagnose des Submoduls vorhanden |
0x01 |
Mindestens eine weitere Diagnose des Submoduls vorhanden |
Reserviert (Bit 14)
AR Diagnosis State (Bit 15)
Mögliche Werte |
Bedeutung |
|---|---|
0x00 |
Keine weitere Diagnose des Moduls vorhanden |
0x01 |
Mindestens eine weitere Diagnose des Moduls vorhanden |
Alarm Item
Der dritte Teil der Diagnose ist das sogenannte Alarm Item, das 14 Byte lang ist.
User Structure Identifier
2 Byte Daten; definiert die Art der Diagnose.
Other values |
Meaning |
|---|---|
0x8002 |
Extended Channel Diagnosis |
0x8100 |
Alarm Head Maintenance |
0x8000 |
Channel-based diagnosis |
ChannelNumber
2 Byte Daten; definiert die Kanalnummer.
Other values |
Meaning |
|---|---|
0x8000 |
Submodule |
ChannelProperties
2 Byte Daten; Channel Properties unterteilt sich wie folgt.
Type (Bit 0…7)
Mögliche Werte |
Bedeutung |
|---|---|
0x00 |
Komplettes Submodul |
Accumulative (Bit 8)
Mögliche Werte |
Bedeutung |
|---|---|
0x00 |
Wird nicht verwendet. |
Maintenance (Bit 9 und 10)
Mögliche Werte |
Bedeutung |
|---|---|
0x00 |
Wird nicht verwendet. |
Specifier (Bit 11 und 12)
Mögliche Werte |
Bedeutung |
|---|---|
0x00 |
Wird nicht verwendet. |
0x01 |
Diagnose aufgetreten. |
0x02 |
Diagnose gegangen. |
0x03 |
Diagnose gegangen, aber eine weitere noch aktiv. |
Direction (Bit 13…15)
Mögliche Werte |
Bedeutung |
|---|---|
0x00 |
Wird nicht verwendet. |
ChannelErrorType
2 Byte Daten; Information, um welchen Fehlertyp es sich handelt.
Wenn User Structure Identifier den Wert 0x8000 hat, werden hier die Modul bezogenen Fehler angezeigt:
Error code |
Meaning |
|---|---|
0x0002 |
Undervoltage |
0x0003 |
Overvoltage |
0x0105 |
Undervoltage of the actuator supply |
0x0104 |
No actuator supply |
ExtChannelErrorType
2 Byte Daten; Information, um welchen Fehlertyp es sich handelt.
ChannelErrorType |
ExtChannelErrroType (EventCode) |
Fehlertext |
Hilfetext |
|---|---|---|---|
IO-Link-Geräteereignisse im unteren Bereich (9500) |
0x1000 |
Allgemeine Störung |
Unbekannter Fehler |
0x4000 |
Temperaturstörung |
Überlastung |
|
0x4210 |
Gerätetemperatur überschritten. |
Wärmequelle entfernen. |
|
0x4220 |
Gerätetemperatur unterschritten. |
Gerät isolieren. |
|
0x5000 |
Störung in der Gerätehardware |
Gerät austauschen. |
|
0x5010 |
Fehlfunktion einer Komponente |
Reparieren oder austauschen |
|
0x5011 |
Verlust von nichtflüchtigem Speicher |
Batterien prüfen. |
|
0x5012 |
Batterien schwach |
Batterien austauschen. |
|
0x5100 |
Allgemeiner Fehler in der Stromversorgung |
Verfügbarkeit prüfen. |
|
0x5101 |
Sicherung durchgebrannt/offen. |
Sicherung austauschen. |
|
0x5110 |
Primäre Versorgungsspannung |
Toleranz prüfen. |
|
0x5111 |
Primäre Versorgungsspannung |
Toleranz prüfen. |
|
0x5112 |
Störung in der sekundären |
Toleranz prüfen. |
|
0x6000 |
Störung in der Gerätesoftware |
Firmware-Revision prüfen. |
|
0x6320 |
Parameterfehler |
Datenblatt und Werte prüfen. |
|
0x6321 |
Parameter fehlt. |
Datenblatt prüfen. |
|
0x6350 |
Parameter geändert. |
Konfiguration prüfen. |
|
0x7700 |
Drahtbruch eines untergeordneten Geräts |
Installation prüfen. |
|
0x7701 |
Drahtbruch des untergeordneten Geräts 1 |
Installation prüfen. |
|
0x7702 |
Drahtbruch des untergeordneten Geräts 2 |
Installation prüfen. |
|
0x7703 |
Drahtbruch des untergeordneten Geräts 3 |
Installation prüfen. |
|
0x7704 |
Drahtbruch des untergeordneten Geräts 4 |
Installation prüfen. |
|
0x7705 |
Drahtbruch des untergeordneten Geräts 5 |
Installation prüfen. |
|
0x7706 |
Drahtbruch des untergeordneten Geräts 6 |
Installation prüfen. |
|
0x7707 |
Drahtbruch des untergeordneten Geräts 7 |
Installation prüfen. |
|
0x7708 |
Drahtbruch des untergeordneten Geräts 8 |
Installation prüfen. |
|
0x7709 |
Drahtbruch des untergeordneten Geräts 9 |
Installation prüfen. |
|
0x770A |
Drahtbruch des untergeordneten Geräts 10 |
Installation prüfen. |
|
0x770B |
Drahtbruch des untergeordneten Geräts 11 |
Installation prüfen. |
|
0x770C |
Drahtbruch des untergeordneten Geräts 12 |
Installation prüfen. |
|
0x770D |
Drahtbruch des untergeordneten Geräts 13 |
Installation prüfen. |
|
0x770E |
Drahtbruch des untergeordneten Geräts 14 |
Installation prüfen. |
|
0x770F |
Drahtbruch des untergeordneten Geräts 15 |
Installation prüfen. |
|
0x7710 |
Kurzschluss |
Installation prüfen. |
|
0x7711 |
Erdungsfehler |
Installation prüfen. |
ChannelErrorType |
ExtChannelErrroType (EventCode) |
Fehlertext |
Hilfetext |
|---|---|---|---|
IO-Link-Geräteereignisse im oberen Bereich (9501) |
0x0C00 |
Technologiespezifische Anwendungsfehler |
Gerät zurücksetzen. |
0x0C01 |
Simulation aktiv. |
Betriebsart prüfen. |
|
0x0C10 |
Prozessvariablenbereich überschritten. |
Prozessdaten unsicher |
|
0x0C20 |
Messbereich überschritten. |
Anwendung prüfen. |
|
0x0C30 |
Prozessvariablenbereich unterschritten. |
Prozessdaten unsicher |
|
0x0C40 |
Wartungsarbeiten erforderlich – Reinigung |
Gerät säubern. |
|
0x0C41 |
Wartung erforderlich – Nachfüllen |
Gerät auffüllen. |
|
0x0C42 |
Erforderliche Wartung – Verschleiß und Abnutzung |
Verschleißteile austauschen. |
|
IO-Link-Geräteereignisse im unteren Bereich (9502) |
0x17FF |
Prozessdaten stimmen nicht überein. |
Submodul-Konfiguration prüfen. |
0x1800 |
Kein Gerät |
– |
|
0x1801 |
Fehler bei der Startparametrierung |
Parameter prüfen. |
|
0x1802 |
Falsche ´Vendor-ID |
Inspektionsstufe unstimmig |
|
0x1803 |
Falsche Device-ID |
Inspektionsstufe unstimmig |
|
0x1804 |
Kurzschluss an C/Q |
Kabelverbindung prüfen. |
|
0x1805 |
IO-Link PHY über der Temperatur |
– |
|
0x1806 |
Kurzschluss an L+ |
Kabelverbindung prüfen. |
|
0x1807 |
Unterspannung an L+ |
Stromversorgung prüfen |
|
0x1808 |
Überlauf des Geräteereignisses |
– |
|
0x1809 |
Backup inkonstent |
Speicher außerhalb des Bereichs (2k) |
|
0x180A |
Backup inkonstent |
Datenspeicherindex nicht verfügbar |
|
0x180B |
Backup inkonstent |
Datenspeicher unspezifischer Fehler |
|
0x180C |
Backup inkonstent |
Fehler beim Upload |
|
0x180D |
Backup inkonstent |
Fehler beim Download |
|
0x180E |
P24 (Class B) fehlt oder Unterspannung |
Kabelverbindung prüfen |
|
0x180F |
Kurzschluss an P24 (Class B) |
Kabelverbindung prüfen |
|
0x1810 |
Kurzschluss an I/Q |
Kabelverbindung prüfen. |
|
0x1811 |
Kurzschluss an C/Q (Digital Output) |
Kabelverbindung prüfen. |
|
0x1812 |
Überstrom an I/Q |
Last prüfen. |
|
0x1813 |
Überstrom an C/Q (Digital Output) |
Last prüfen. |
|
0x1883 |
S7-PCT-Konfigurationsfehler |
Parametrierung prüfen. |
|
0x1888 |
Modul defekt |
Modul austauschen. |
|
0x6000 |
Ungültige Zykluszeit |
Zykluszeit prüfen. |
|
0x6001 |
Fehler bei der Revision |
Inkompatible Protokollversion |
|
0x6002 |
ISDU-Batch fehlgeschlagen. |
Parameter inkonsistent |
PROFINET-Diagnosemodul - Pin 4/2 Actor Ground Short Circuit Detection
Wenn ein Kurzschluss an einem Port auf dem Pin erkannt wird, wird das entsprechende Bit auf 1 gesetzt.
Byte 0 |
Bit7 |
Bit 6 |
Bit 5 |
Bit 4 |
Bit 3 |
Bit 2 |
Bit 1 |
Bit 0 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Port 8 Pin 4 |
Port 7 Pin 4 |
Port 6 Pin 4 |
Port 5 Pin 4 |
Port 4 Pin 4 |
Port 3 Pin 4 |
Port 2 Pin 4 |
Port 1 Pin 4 |
|
Byte 1 |
Bit 7 (15) |
Bit 6 (14) |
Bit 5 (13) |
Bit 4 (12) |
Bit 3 (11) |
Bit 2 (10) |
Bit 1 (9) |
Bit 0 (8) |
Port 8 Pin 2 |
Port 7 Pin 2 |
Port 6 Pin 2 |
Port 5 Pin 2 |
Port 4 Pin 2 |
Port 3 Pin 2 |
Port 2 Pin 2 |
Port 1 Pin 2 |
PROFINET-Modul - Short Circuit and Actor Warning Detection
Wenn ein Fehler der folgenden Module auftritt, wird das entsprechende Bit auf true gesetzt:
Pin 1 Short Circuit Detection
Pin 4/2 Actor Warning Detection
Pin 4/2 Actor Ground Short Circuit Detection
Pin 4 IO-Link Short Circuit Detection
Bit 7 |
Bit 6 |
Bit 5 |
Bit 4 |
Bit 3 |
Bit 2 |
Bit 1 |
Bit 0 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
Port 8 |
Port 7 |
Port 6 |
Port 5 |
Port 4 |
Port 3 |
Port 2 |
Port 1 |
PROFINET-Diagnosemodul - Pin 4 IO-Link Short Circuit Detection
Wenn ein Pin 4 IO-Link-Kurzschluss an einem Port auftritt, wird das entsprechende Bit auf 1 gesetzt. Der Port muss auf IO-Link konfiguriert sein.
PROFINET-Modul - IO-Link Device-Event Pending
Wenn ein anstehendes IO-Link-Geräteereignis an einem beliebigen Anschluss vorliegt, wird das entsprechende Bit auf 1 gesetzt.
Bit 7 |
Bit 6 |
Bit 5 |
Bit 4 |
Bit 3 |
Bit 2 |
Bit 1 |
Bit 0 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
Port 8 |
Port 7 |
Port 6 |
Port 5 |
Port 4 |
Port 3 |
Port 2 |
Port 1 |
PROFINET-Diagnosemodul - Pin 4/2 Actor Warning Detection
Wenn Pin 2/4 von Anschluss x (wobei x eine Zahl zwischen 1 und 8 ist) konfiguriert ist auf:
OUTPUT (Pin 2/4)
Wenn die Spannung niedrig ist und eine externe Spannung angelegt wird, wird das Bit auf true gesetzt.
Wenn hochgesteuert (UA fehlt; daher ist der Ausgang physikalisch niedrig) und eine externe Spannung angelegt wird, wird das Bit auf true gesetzt.
POWER (Pin 2)
Wenn UA fehlt und externe Spannung angelegt ist, wird das Bit auf true gesetzt.
Byte 0 |
Bit7 |
Bit 6 |
Bit 5 |
Bit 4 |
Bit 3 |
Bit 2 |
Bit 1 |
Bit 0 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Port 8 Pin 4 |
Port 7 Pin 4 |
Port 6 Pin 4 |
Port 5 Pin 4 |
Port 4 Pin 4 |
Port 3 Pin 4 |
Port 2 Pin 4 |
Port 1 Pin 4 |
|
Byte 1 |
Bit 7 (15) |
Bit 6 (14) |
Bit 5 (13) |
Bit 4 (12) |
Bit 3 (11) |
Bit 2 (10) |
Bit 1 (9) |
Bit 0 (8) |
Port 8 Pin 2 |
Port 7 Pin 2 |
Port 6 Pin 2 |
Port 5 Pin 2 |
Port 4 Pin 2 |
Port 3 Pin 2 |
Port 2 Pin 2 |
Port 1 Pin 2 |
PROFINET-Modul - Port Event Pending
Bei Erkennung eines anstehenden Ereignisses wird das Port‑Bit auf 1 gesetzt. Nach dem Senden des zugehörigen abgehenden Ereignisses wird das Bit auf 0 zurückgesetzt.
Bit 7 |
Bit 6 |
Bit 5 |
Bit 4 |
Bit 3 |
Bit 2 |
Bit 1 |
Bit 0 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
Port 8 |
Port 7 |
Port 6 |
Port 5 |
Port 4 |
Port 3 |
Port 2 |
Port 1 |