Einbau und Anschluss

Befestigung

Hinweis

Abmessungen (siehe Konfiguration/webui-Bedingungsdiagnose)

  • Das Modul mit zwei M6‑Schrauben über die Befestigungsbohrungen und einem maximalen Anzugsdrehmoment von 3 Nm befestigen (siehe Geräteübersicht).

Elektrischer Anschluss

Anforderungen zur Einhaltung der Schutzklassen

Zur Einhaltung der Schutzklasse (sieheUmgebungsbedingungen) müssen alle Stecker und Schutzkappen ordnungsgemäß angeschlossen sein, und das Anzugsdrehmoment von 0,6 Nm ist einzuhalten (siehe Datenblätter der Stecker und Schutzkappen).

Spannungsversorgung

Hinweis

ACHTUNG

Ungewollte Spannungseinbrüche

Nicht getrennte Stromkreise der Spannungsversorgungen für Sensor und Aktor können beim Schalten von Aktoren zu ungewollten Spannungseinbrüchen der Sensorversorgung führen.

  • Spannungsversorgungen für Sensorik und Aktorik getrennt absichern.

  • Auf eine ausreichende Dimensionierung der Spannungsversorgung des Geräts achten, um Anlauf- und Spitzenströme abzudecken und das Absicherungskonzept entsprechend auszulegen.

Hinweis

  • Stromversorgung von Sensor/Bus und Aktor darf nur über eine getrennte Stromquelle hergestellt werden.

  • Die Gesamtstromstärke für die Sensor- und Aktorversorgung darf jeweils 16 A nicht überschreiten.

  • Die externen Stromkreise, die an dieses Gerät angeschlossen werden, müssen von der Netzspannung oder gefährlicher Spannung durch verstärkte oder doppelte Isolierung getrennt sein und die Anforderungen des SELV/PELV (Klasse III) entsprechen.

  • Für UL: Kabel-Anforderungen und Anforderungen an die Spannungsversorgung beachten (sieheUL-Anforderungen )!

Hinweis

Nur für BNI XG1‑505‑0A5‑R067: Die Ausgänge werden über US versorgt. Die Aktorversorgung UA ist lediglich durchverbunden; über UA wird keine Baugruppe auf der Leiterplatte versorgt (UA‑Diagnose ist dennoch verfügbar).

Draufsicht auf M12-Stecker (links) und M12-Buchse (rechts)

Power IN

Power OUT

M12-Stecker (L-codiert, mit FE)

M12-Buchse (L-codiert, mit FE)

```{image} assets/images_man/Stecker.png

 | ```{image} assets/images_man/Buchse.png

|

Pinbelegung

Pin

Signal

BNI XG…-302/505/508-…

BNI XG…-538-…

1

L+ (US+)

Modul-/Sensorversorgung +24 V

2

2L− (UA−)

Elektrische Masse 0 V

Separate Spannungs­versorgung (−)

3

L− (US−)

Elektrische Masse 0 V

4

2L+ (UA+)

Aktorversorgung +24 V

Separate Spannungsversorgung (+)

5

FE

Funktionserde

Hinweis

Nur für BNI XG1‑505‑0A5‑R067: Die Ausgänge werden über US versorgt. Die Aktorversorgung UA ist lediglich durchverbunden; über UA wird keine Baugruppe auf der Leiterplatte versorgt (UA‑Diagnose ist dennoch verfügbar).

Hinweis

Nur bei BNI XG5‑538‑…: Pin 2 und Pin 3 sind galvanisch getrennt.

Ethernet-Schnittstelle

../_images/m12-socket-d-coded.png

Draufsicht auf M12‑Buchse, D‑codiert

Pin

Signal

Beschreibung

1

Tx+

Transmit Data +

2

Rx+

Receive Data +

3

Tx−

Transmit Data −

4

Rx−

Receive Data −

I/O-Port

../_images/M12-socket-A-coded.png

Draufsicht auf M12-Buchse, A-codiert

Pinbelegung BNI XG1-505-0A5-R067

Pin

Signal

Class A

1

L+
(US+)

+24 V, 0,5 A

2

I
(DI)

Eingang

3

L−
(US−)

Elektrische Masse 0 V

4

C/Q
(SIO/IO-Link)

Eingang / Ausgang (0,25 A) / IO-Link

5

n. c.

Pinbelegung BNI XG3-302-…-…

Pin

Signal

1

L+
(US+)

+24 V, 2 A

2

I/O
(DI/DO)

Eingang / Ausgang (2A)

3

L−
(US−)

Elektrische Masse 0 V

4

I/O
(DI/DO)

Eingang / Ausgang (2A)

5

n. c.

Pinbelegung BNI XG3-508-…-…

Pin

Signal

Class A

1

L+
(US+)

+24 V, 2 A

2

I/O
(DI/DO)

Eingang / Ausgang (2A)

3

L−
(US−)

Elektrische Masse 0 V

4

C/Q
(SIO/IO-Link)

Eingang / Ausgang (2 A) / IO-Link

5

n. c.

Pinbelegung BNI XG5-…-…-…

Pin

Signal

Class A

Class B

1

L+
(US+)

+24 V, 2 A

L+
(US+)

+24 V, 2 A

2

I/O
(DI/DO)

Eingang / Ausgang (4A) [1]

2L+
(UA+)

P24 (4 A)[1], [2]

3

L−
(US−)

Elektrische Masse 0 V

L−
(US−)

Elektrische Masse 0 V

4

C/Q
(SIO/IO-Link)

Eingang / Ausgang (2 A)[3] / IO-Link

C/Q
(SIO/IO-Link)

Eingang / Ausgang
(2 A)[3] / IO-Link

5

n. c.

2L−
(UA−)

N24
(Elektrische Masse 0 V)

Übersicht

Variante

I/O-Port

IO-Link-Port

-

-

Class A

Class B

BNI XG1-505-0A5-R067

-

1…8

BNI XG3-302-0B5-R067

1…8

BNI XG3-302-1B5-Z067

1…8

BNI XG3-508-0B5-R067

1…8

BNI XG5-508-0B5-R067

1…8

BNI XG5-508-0B5-R067

1…8

BNI XG5-538-0B5-R067

1…4

5…8

BNI XG5-508-1B5-Z067

1…8

BNI XG5-538-1B5-Z067

1…4

5…8

Hinweis

  • Für die digitalen Sensoreingänge, siehe Richtlinie über Eingänge EN 61131-2, Typ 3.

  • Der Summenstrom der Ausgänge darf nicht den Summenstrom des Moduls von 16 A überschreiten.

  • Ungenutzte Ports müssen mit Abdeckkappen versehen werden, um das Einhalten der Schutzart (sieheUmgebungsbedingungen) zu gewährleisten.

  • Daisy-Chain: Werden BNI XG5-538-… Master und BNI XG3/XG5-508-… oder BNI XG1-505-… Master in einer Linie verwendet muss beachtet werden, dass die galvanische Trennung aufgehoben ist. BNI XG3/XG5-508-… und BNI XG1-505-… Master verbinden beide Masse-Potenziale. Ein BNI XG5-538-… Master im gleichen Strang ist dann nicht mehr galvanisch versorgt!

  • Nur für BNI XG1-505-0A5-R067: Alle IO-Link-Ausgänge werden über die Sensorspannung (US) versorgt.

  • Nur für BNI XG…-302/508-… : Alle Ausgänge werden über die Aktorversorgung (UA) versorgt.

  • Nur für BNI XG5-538-… :

    • Wenn die separate Spannungsversorgung 2L+ entfernt wird, werden die Class-A-Ausgänge (Port 1…4) deaktiviert.

    • Bei getrennter galvanischer Versorgung muss das korrekte Bezugspotential als Eingangssignal verwendet werden, da Eingänge an Pin 2 Bezug zu Pin 5 haben. Wird US als Eingangssignal verwendet, ergibt sich ein undefiniertes Verhalten.

    • Alle Ausgänge an den oberen Ports (Port 1…4) und die Ausgänge an Pin 4 an den unteren Ports (Port 5…8) werden von US versorgt. Nur die Ausgänge von Pin 2 an den unteren Ports sind über UA versorgt. Um das Verhalten vom 508-Master nachzuempfinden, gibt es aktuell eine Software-Abschaltung von den Pin-2-Ausgängen wenn UA abfällt.

    • Der Master kann auch ohne galvanische Trennung verwendet werden, dann verhält er sich (auch aufgrund der Software Abschaltung) wie ein 508-Master.

Hinweis

Vor der Verwendung dieser Funktion prüfen, ob das Modul IO‑Link unterstützt. Weitere Informationen zu IO‑Link‑fähigen Produktvarianten siehe: Unterstützte Produktvarianten

Erdung

Um EMV-Störungen entgegenzuwirken, muss der Funktionserdungsanschluss verwendet werden.

  • Erdungsanschluss mit der Funktionserde (FE) der Maschine verbinden.

Hinweis

Der FE-Anschluss zwischen Gehäuse und Maschine muss eine niedrige Impedanz aufweisen und so kurz wie möglich sein. ► Erdungsband aus dem Lieferumfang verwenden (Anzugsdrehmoment: 1,1…1,2 Nm).

../_images/ground-connection.png

Anschluss Erdung

Kabelverlegung

Kabellänge

  • Das Ethernet-Kabel darf max. 100 Meter lang sein.

  • Das IO-Link-Kabel darf max. 20 Meter lang sein.

  • Das Standard‑IO‑Kabel darf maximal 30 m lang sein.

Verwendung in Kombination mit Sicherheitsmodulen (nur BNI XG5-538-…)

Bei den hier beschriebenen Produkten handelt es sich um dezentrale, Feldbusmodule mit vier Class A-Ports und vier Class B-Ports (gemäß IEC 61131-9).

Hinweis

Die Class A-Ports und die Pins 1,3 und 4 der Class B-Ports sind nicht für den Einsatz in Sicherheitsapplikationen geeignet.

Produktbeschreibung

Beschreibung

Bestellcode

Class A-Ports

Class B-Ports

BNI XG5-538-0B5-R067

BNI00KJ

4

4

BNI XG5-538-1B5-Z067

BNI00K7

4

4

Port-Übersicht und Pinbelegung

Port-Art

Steckerbild

Pinbelegung

Bemerkung

Class A
(Ports 0…4)

```{image} assets/images_man/Steckerbild_Class_A.png

  • 1

  • L+ (US+)

  • +24 V, 2 A

  • Bei diesem Typ sind die Funktionen der Pins 2 und 5 nicht vorgegeben. Üblicherweise wird Pin 2 mit einem weiteren Digitalkanal belegt.

    • 2

    • I/O
      (DI/DO)

    • Eingang / Ausgang (4 A)

    • 3

    • L− (US−)

    • Elektrische Masse 0 V

    • 4

    • C/Q
      (SIO/IO-Link)

    • Eingang / Ausgang (2 A) / IO-Link

    • 5

    • n. c.

    • Class B
      (Ports 5…7)

    • ```{image} assets/images_man/Steckerbild_Class_B.png

  - 1
  - L+  
    (US+)
  - +24 V, 2 A
  - {rspan}`4` This type provides an additional supply voltage and is suitable for connecting devices which have a higher current requirement. Here pins 2 and 5 provide an additional (galvanically isolated) supply voltage.
- - 2
  - 2L+  
    (UA+)
  - P24 (4 A)
- - 3
  - L−  
    (US−)
  - Electrical ground 0 V
- - 4
  - C/Q  
    (SIO/IO-Link)
  - Input/Output  
    (2 A) / IO-Link
- - 5
  - 2L−  
    (UA−)
  - N24  
    (Electrical ground 0 V)

Hinweis

Die Pin-Konfiguration und Diagnose bei Geräten mit Class-B-Eigenschaft ist identisch zur in dieser Anleitung beschriebenen Konfiguration.

Unter Einhaltung aller in der entsprechenden Betriebsanleitung beschriebenen Vorgaben und Sicherheitshinweisen können die Pins 2 und 5 der Class B-Ports dieser Module durch eine sichere übergeordnete Sicherheitslogik (z. B. Sicherheitsrelais) sicher abgeschaltet werden. Die Geräte sind damit zum Abschalten von Aktoren, die ausschließlich über diese beiden Pins versorgt werden, für den Einsatz in Sicherheitsapplikationen geeignet.

Sicherheitsfunktionen

Der sichere Zustand der Class B-Ports ist der spannungslose Zustand der Pins 2 und 5. Die Abschaltung muss durch die übergeordnete Sicherheitslogik (extern) erfolgen.

Die Feldbusmodule sind intern so aufgebaut, dass aufgrund von Fehlerausschlüssen (siehe DIN EN ISO 13849-2), keine Fremdspannungen auf die galvanisch getrennten Pins 2 und 5 der Class B-Ports gelangen können. Dies gilt sowohl für die IO-Link-Schnittstellen-Kommunikation als auch für die extern anliegenden Spannungsversorgungen zueinander. Die Module verfügen über keine eigene Sicherheitslogik oder sicherheitsgerichtete Diagnose.

Hinweis

  • Das Abschalten von Aktoren über die IO-Link-Schnittstelle ist nicht für Sicherheitsfunktionen in der Sicherheitskette geeignet.

  • Die Aktoren müssen für diese Art der sicheren Abschaltung geeignet sein und müssen ggf. ebenfalls eine galvanische Trennung aufweisen.

Dementsprechend muss die Zuführung der Aktor Spannungsversorgung(en) nach den Grundsätzen der sicheren (Potenzial-)Trennung erfolgen, um Querschlüsse auszuschließen (gemäß EN/IEC 60204-1, DIN EN ISO 13849-2). Innerhalb der Sicherheitskette der Sicherheitsapplikation müssen immer beide Potenziale (24 V und 0 V) der Aktor-Spannungsversorgung(en) durch die übergeordnete Sicherheitslogik getrennt werden.

Hinweis

Die Verwendung von anderen als SELV/PELV Netzteilen kann zur Gefährdung des Nutzers und zu Einschränkungen der funktionalen Sicherheit führen.

Beispielhafte Applikationsbeschreibung

Die Sicherheitsfunktion des sicheren Abschaltens wird z. B. über folgende Signalkette realisiert: Sichere Schalter/Sensor (z. B. Not-Halt) – Sicherheitslogik (z. B. Sicherheitsrelais) – Feldbusmodul mit Class B-Ports – Aktor(en). Alle Elemente müssen für den Einsatz in der umzusetzenden Sicherheitsfunktion geeignet sein.

Wird der sichere Schalter/Sensor (z. B. Not-Halt) betätigt, werden die Pins 2 und 5 der Class B-Ports durch die Sicherheitslogik (z. B. Sicherheitsrelais) sicher von der Versorgungsspannung getrennt (zweipolig) und potenzialfrei geschaltet.

../_images/schematic-diagram-safety-chain.png

Prinzipdarstellung Sicherheitskette

Die Spannungsversorgung US / UA versorgen galvanisch getrennt und unabhängig voneinander jeweils die Class A- bzw. Class B-Ports des Moduls:

Segmentzuordnung der Spannungsversorgungen

Beschreibung

Bestellcode

Signal

Class A
Port 0, 1, 2, 3

Class B
Port 4, 5, 6, 7

BNI XG5-538-0B5-R067 /
BNI XG5-538-1B5-Z067

BNI00KJ /
BNI00K7

US
(24 V/GND)

Pins 1, 3
Pins 2, 4 [4]

Pins 1, 3, 4

UA
(P24/N24)

Pins 2, 5

Prüfungen

Das Prüfintervall für den zu dokumentierenden Funktionstest der Sicherheitsfunktion Abschaltung der Aktor-Spannung(en) ist von den Anforderungen an die Sicherheitsfunktion des übergeordneten Systems abhängig, er muss aber spätestens alle 12 Monate erfolgen.

Hinweis

Es wird empfohlen, dass die Prüfung automatisch durch das übergeordnete System durchgeführt wird. Wenn dies nicht möglich ist, wird empfohlen, den Anwender automatisch an die Prüfung zu erinnern. Ist auch dies nicht möglich, muss die Durchführung der Prüfung in den Verfahrensanweisungen zum übergeordneten System angefordert werden.