Inbetriebnahme und Betrieb

Inbetriebnahme

Gefahr

Unkontrollierte Systembewegungen

Bei der Inbetriebnahme und wenn das Netzwerk-Modul Teil eines Regelsystems ist, dessen Parameter noch nicht eingestellt sind, kann das System unkontrollierte Bewegungen ausführen. Dadurch können Personen gefährdet und Sachschäden verursacht werden.

  • Personen müssen sich von den Gefahrenbereichen der Anlage fernhalten.

  • Inbetriebnahme nur durch geschultes Fachpersonal.

  • Sicherheitshinweise des Anlagen- oder Systemherstellers beachten.

  1. Anschlüsse auf festen Sitz und richtige Polung prüfen. Beschädigte Anschlüsse tauschen.

  2. System einschalten.

Hinweis

Insbesondere nach dem Austausch des BNI oder der Reparatur durch den Hersteller die korrekten Werte prüfen.

Autodetect-Modus

Hinweis

Default im Feldbus-Protokoll: Automatische Erkennung (Autodetect).

Feldbus suchen

Sobald das Netzwerkmodul initialisiert ist, startet es mit dem Autodetect-Modus und sucht das angeschlossene Feldbussystem.

Die äußeren Port-/Pin-LEDs leuchten reihum.

../_images/search-fieldbus.png

Feldbus suchen

Feldbussystem erkannt

Ist das Feldbussystem erkannt, leuchten die Port/Pin-LEDs einer Reihe für 10 s in Grün. Wird kein Feldbus erkannt, wird die Default-Adresse verwendet.

Reihe

Port/Pin-LEDs der Ports

Bedeutung

1

1/2

PROFINET

2

3/4

EtherNet/IP

3

5/6

EtherCAT

4

7/8

Modbus TCP

../_images/fieldbus-system-detected.png

Feldbussystem erkannt

Hinweis

Weitere Informationen siehe Konfigurationsanleitung unter www.balluff.com auf der Produktseite.

Wiederherstellungsmodus

In bestimmten Situationen können Standardkonfigurationsmethoden (z. B. WebUI, BET) aus folgenden Gründen nicht verfügbar sein:

  • Das Gerät ist gesperrt, da das Passwort vergessen wurde.

  • Das EtherCAT-Protokoll wurde auf einem Gerät ohne Display ausgewählt; das Gerät muss auf den Standard-Ethernet-Betrieb zurückgesetzt werden.

  • Die IP-Konfiguration ist verloren gegangen oder unbekannt und muss auf die Standardeinstellungen zurückgesetzt werden.

In solchen Fällen ist ein Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen erforderlich. Da das Gerät über keinen physischen Drucktaster verfügt, müssen die unten beschriebenen Schritte befolgt werden, um die Werkseinstellungen wiederherzustellen.

  • Schritt 1. Das Gerät wird beim Start für etwa 30 Sekunden mit 6 V ± 0,5 V versorgt.

  • Schritt 2. Der Wiederherstellungsmodus wird durch eine von links nach rechts blinkende Sequenz der Port-LEDs angezeigt, die rot leuchten.

../_images/recovery_mode_led.png

Wiederherstellungsmodus aktiviert

  • Schritt 3. Das Gerät ist unter der festen IP-Adresse 192.168.1.1 und der Subnetzmaske 255.255.255.0 erreichbar. Der Webserver bietet eine Seite mit der Option zum Zurücksetzen auf Werkseinstellungen. Öffnen Sie einen Webbrowser und geben Sie 192.168.1.1 ein.

../_images/recovery_mode_web_ui.png

Web-Benutzeroberfläche für den Wiederherstellungsmodus

Obwohl der Text der Web-Benutzeroberfläche die Verwendung eines einstellbaren Netzteils empfiehlt, sind auch ein festes 6-Volt-Netzteil und ein weiteres Netzteil mit 24 Volt eine praktikable Lösung: „1. Erhöhen Sie die Versorgungsspannung…“ ist nicht erforderlich, überspringen Sie diesen Schritt einfach und fahren Sie mit dem nächsten fort.

  • Schritt 4. Ein Klick auf Auf Werkseinstellungen zurücksetzen öffnet ein Dialogfeld, falls ein Zurücksetzen auf Werkseinstellungen tatsächlich gewünscht ist.

../_images/recovery_mode_ok_cancel.png

Wiederherstellungsmodus bestätigt

  • Schritt 5. Nach der Bestätigung wird ein Werksreset durchgeführt und das Gerät startet neu.

Vorsicht

Alle Daten gehen verloren.

Alle Einstellungen und Konfigurationen werden auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt.

  • Schritt 6. Nach dem Neustart kann das Gerät wieder mit der Nennspannung (24 Volt) versorgt und durch ein- und ausschalten der Versorgungsspannung neu gestartet werden.

  • Schritt 7. Das Gerät arbeitet nun mit der IP-Adresse 192.168.1.1 im Autodetect-Modus.

Betrieb

Vorsicht

Verbrennungsgefahr durch heiße Oberflächen

Das Gehäuse erwärmt sich unter normalen Betriebsbedingungen. Es besteht die Gefahr von Brandverletzungen.

  • Direkten Hautkontakt mit der Oberfläche vermeiden.

Hinweise zum Betrieb

  • Funktion des BNI und aller damit verbundenen Komponenten regelmäßig prüfen.

  • Bei Funktionsstörungen den BNI-IO-Link-Master außer Betrieb nehmen.

  • Anlage gegen unbefugte Benutzung sichern.

  • Befestigung prüfen und ggf. nachziehen.

Reinigung

Hinweis

UL-Anforderungen siehe UL-Anforderungen.

Das Produkt darf nur in ausgeschaltetem Zustand gereinigt werden.

Hinweis

Nur bei BNI XG5-508-0B5-R067:

Das Produkt kann im Washdown-Verfahren gereinigt werden und ist beständig gegen zahlreiche alkalische, neutrale und saure Reinigungsmedien auf Basis von Peroxysäuren und Aminen mit und ohne Chlor für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie.

Weitere Informationen sind im ECOLAB‑Zertifikat auf der Produktseite unter www.balluff.com verfügbar.

Wartung

Das Produkt ist wartungsfrei.

Zur Erhaltung der Schutzarten kann es je nach Betriebsbedingungen notwendig sein, regelmäßig die Anzugsdrehmomente der Stecker und Verschlusskappen zu prüfen und ggf. nachzuziehen (sieheElektrischer Anschluss).